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GEMEINDEBRIEF
November 2002
Grußwort
Wenn ich momentan abends vom Büro nach Hause fahre, ist es
grundsätzlich schon dunkel, an den letzten Tagen hat es immer geregnet oder genieselt,
oft war ich der letzte im Gebäude, der das Licht ausgemacht hat. November ist so ein
Monat zum Trübsal blasen, nass und ungemütlich. Das Laub, das sich im Oktober golden
gefärbt hat, ist jetzt gänzlich abgefallen, von Schnee ist aber noch nichts zu sehen.
Vielleicht liegt es daran, dass scheinbar alle Welt in diesem Jahr
Halloween gefeiert hat. An Weihnachtsdekoration in den Geschäften um diese Zeit haben wir
uns ja schon gewöhnt, aber inzwischen stehen in den Regalen der Geschäfte oft
irgendwelche Schauergestalten einträchtig neben Schoko-Nikoläusen. Beworben werden die
Artikel dann dann mit Sprüchen wie schöne Halloween-Dekorationen nur
...". Schön" würde mir in diesem Zusammenhang nun wirklich nicht
einfallen!
Halloween gibt es bei uns nur, weil ein Geschäft damit zu machen ist,
nicht als traditionelles Fest unserer Kultur. Ein gutes Geschäft will ich allen Händlern
gerne gönnen, aber müssen wir wirklich solch ein unseliges Fest zu uns importieren?
Fast geht bei all dem Trubel das eigentliche Fest an diesem Tag unter:
Am 31. Oktober 1517 schlug Dr. Martin Luther seine 95 Thesen wider den Ablasshandel an die
Tür der Schlosskirche zu Wittenberg und begann damit die Reformation.
Einen schönen November wünscht Euch
Lutz Vogt
Ein guter Mensch am Höllentor
Die Hölle war überfüllt. Bei mir ist nur noch ein
einziger Platz frei", sagte der Teufel zu den Wartenden, den muss der ärgste
Sünder bekommen." Und so forschte er unter den Anstehenden und hörte sich ihre
Verfehlungen an.
Da sah er einen, den er noch nicht befragt hatte. Was ist
eigentlich mit Ihnen? Was haben Sie getan?"
Nichts", sagte der Mann. Ich bin ein guter Mensch und
nur aus Versehen hier".
Aber Sie müssen doch etwas getan haben", sagte der Teufel,
jeder Mensch stellt etwas an".
Ich sah es wohl", sagte der gute Mensch, aber ich
hielt mich davon fern. Ich sah, wie Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich
beteiligte mich nicht daran. Überall um mich herum haben Menschen von Übeltaten jeder
Art profitiert. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts."
Absolut nichts?" fragte der Teufel ungläubig. Sind
Sie völlig sicher, dass Sie das alles mitangesehen haben?"
Vor meiner eigenen Tür", sagte der Mensch.
Komm herein, mein Sohn, der Platz gehört Dir", sagte da der
Teufel, und drückte sich, als er den guten Menschen" einließ, zur Seite, um
nicht mit ihm in Berührung zu kommen.
Nach Calderon
gefunden von Karin Kuppetz im Neukirchener Kalender
Lobe den Herrn, meine Seele
Hey, Seele, was machst du denn da!!
Oder: die Sache mit der Entscheidungsfreiheit!!
Ein alt bekannter Satz: Dafür kann ich nichts! Ich konnte
einfach nicht anders!!" Ein Satz der mich einerseits aufregt, den ich aber auf der
anderen Seite sehr gut verstehe. Wenn jemand unter Zwang handelt, dann kann er nicht
anders, oder doch?
Aber es gibt ja verschiedene Zwänge, die dann etwas entschuldigen.
Für einige sind wir nicht verantwortlich, andere aber haben wir im Griff. Wenn ich zum
Beispiel so was höre wie, da kann ich nichts dafür, da war ich betrunken!",
da geht mir der Hut hoch, denn fürs sich betrinken kann man was! Auf der anderen Seite:
wenn jemand krank ist, da kann man meist nichts dafür, und das entschuldigt dann so
einiges.
Aber dann gibt es da noch diese inneren Zwänge. Erfahrungen, Gefühle,
Bedürfnisse usw., die uns oft dazu bringen, etwas zu tun oder zu lassen, obwohl wir es
eigentlich gar nicht wollten. Und das kennen ja die meisten von uns. Und da sind wir ja
auch in guter Gesellschaft, denn Paulus ging es ja auch da nicht anders. Er schreibt an
die Römer: Das Gute, das ich will, das tue ich nicht, aber das Böse, das ich
eigentlich nicht will, das tue ich!" (Römer 7,19). Also auch Paulus war Zwängen
unterlegen und nicht ganz frei, das zu tun, was er eigentlich wollte.
Na ja, wenn selbst Paulus so seine Schwierigkeiten gehabt hat, gute,
richtige Entscheidungen zu treffen und sein Leben nach dem zu leben, was er für gut und
richtig gehalten hat, wie sollten wir das dann besser machen?? Haben wir denn da
überhaupt eine Chance?? Gibt es denn wahre Entscheidungsfreiheit oder werden wir immer
von Zwängen kontrolliert??
David hatte da meiner Meinung nach einen tollen Ansatz. In Psalm 103
spricht er im Prinzip zu sich selbst. Er schaut in sich hinein und sagt zu seiner eigenen
Seele: Lobe denn HERRN, meine Seele!! Und alles was in mir ist lobe seinen heiligen
Namen!!" David hält da inne und fordert Rechenschaft von seiner eigenen Seele. Er
sagt: Hey, Seele, was machst du da?? Wo führst du mich hin? Was geht hier vor?? Ich
möchte, dass du den HERRN lobst!!"
Im Jüdischen Verständnis war die Seele nicht nur die Gefühle,
sondern die Gefühle, die Erinnerung, der Intellekt und der Wille. Über all diese
zentralen Dinge erhebt sich David und trifft eine Entscheidung. Er sagt zu seiner Seele:
Du wirst hier nicht regieren und das letzte Wort haben, ich verlange von dir, dass
du das richtige tust. Lobe den HERRN!!"
Wenn das denn nur so einfach währe!", entgegnet da die
Seele, da ist doch so vieles, was mich belastet, mich zurückhält, mich dominiert
und bestimmt. Das kann man nun mal nicht so einfach abstellen!".
Doch David lässt da seine eigene Seele nicht so schnell in Ruhe und
gibt ihr einen Schlüssel, wie sie doch Gott loben kann. Und mit dem Lob auch einen
Schlüssel raus aus der Gebundenheit und aus der Ohnmacht ich kann da ja nichts
machen!".
Und dieser Schlüssel lautet: Und vergiss nicht, was ER dir gutes
getan hat. Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt all deine Gebrechen, der dein
Leben vom Verderben erlöst und der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit!"
Nun denn, meine Gefühle, meine Erinnerung, mein Wille, Oh du meine
Seele, niemand hat gesagt, dass es einfach ist. Aber du musst dich nicht dominieren
lassen, du musst nicht ein hilfloses Opfer sein. Es gibt einen Weg, da hin zu kommen, das
zu tun, was richtig ist und was dir letztendlich selbst gut tut. Erinnere dich daran, was
Gott schon alles für dich getan hat. Erinnere dich an seine Liebe und an das Werk seiner
Erlösung, und dann Fang an, den HERRN zu loben, meine Seele, und bleib nicht in den
Gedanken und Gefühlen, den Entscheidungen und den Verhaltensmustern hängen. Denn das Lob
Gottes sprengt die Ketten der Seele.
Also, LOBE DEN HERRN, MEINE SEELE!!
Erich Lotz junior
Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung
Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 10.10.2002. Anwesend waren
5 Personen. Zum Beginn liest Heiner die Losung aus Zefanja 3,9, dazu die Erklärung, und
spricht ein Gebet.
1. Termine
Wir haben die Termine für November und zum Teil auch für Dezember
festgelegt. Bruder Hornischer kann leider am 10.11.2002 nicht kommen, dafür hat die
Gemeinde Sinsheim an diesem Datum Dienst bei uns. Erich Lotz ruft dort an.
Das Stadtgebet findet diesen Monat bei uns statt, am 8.11.2002 um 20:00
Uhr in den Gemeinderäumen.
Wir haben Erich Lotz junior angefragt, ob er am 25.12.2002 bei uns
predigen würde. Er hat zugesagt!
2. Predigtdienst im Kanzeltausch
Udo Adams fährt am 17.11.2002 nach Pfullendorf zum Predigtdienst.
3. Abendmahl
Erich Lotz wird Kurt Kerber wegen des Abendmahls, das wir am
17.11.2002 zusammen mit Kurt Kerber feiern wollen, anrufen.
4. Lehre
Wann sollen die Lehreinheiten mit Erich Lotz junior stattfinden?
Immer am letzten Donnerstag im Monat um 20:00 Uhr. Der erste Termin ist am 28.11.2002 in
den Gemeinderäumen.
5. Erntedank
Auch in diesem Jahr danken wir wieder ganz herzlich Familie Otto
Schmitt für die Gaben zum Erntedanktisch!
Wir schließen mit gemeinsamen Gebet.
Christel Lotz
Zum Geburtstag gratulieren wir
Heinrich Becker |
15. November |
Hartmuth Noack |
16. November |
Friedel Lotz |
17. November |
Wir wünschen euch alles Gute und Gesundheit zum Geburtstag und Gottes reichen Segen
für Euer neues Lebensjahr mit dem Vers aus Matt. 11,28:
Jesus Christus spricht:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid;
ich will euch erquicken.
Einladung zum Abendmahl

Und er nahm das Brot, dankte und brachs und gabs ihnen und
sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
Desselbigengleich auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist das Neue
Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird.
Lukas 22,19.20
Am Sonntag, den 28. November 2002, wollen wir im Rahmen des
Gottesdienstes gemeinsam das Abendmahl miteinander feiern.
Wir laden alle dazu herzlich ein!
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