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GEMEINDEBRIEF
Juni 1999
Grußwort
Statt eines Grußworts möchte ich an dieser Stelle ein Gedicht bringen,
das Karin im Neukirchner Kalender gefunden hat.
Einen schönen Juni wünscht Euch
Lutz Vogt
Was tut die Gnade für mich ?
Es ist die Gnade, die mich ermutigt,
wenn meine Seele niedergeschlagen ist.
Es ist die Gnade, die mich tränkt,
wenn meine Seele durstig ist.
Es ist die Gnade, die mir zeigt, wer ich wirklich bin,
wenn ich mich aufblasen möchte
Es ist die Gnade, die mich an meine Pflichten erinnert,
wenn ich den Sinn meines Lebens vergesse.
Es ist die Gnade, die mich tröstet,
wenn ich erschüttert bin.
Es ist die Gnade, die mich aufrichtet,
wenn ich gefallen bin.
Es ist die Gnade, die meine Zukunft sichert,
wenn ich pessimistisch bin.
Mein Jesus
du bist der Brunnen der Gnade.
Ich verdiene keinerlei Gunst von dir.
Aber deine Gnade folgt mir und leitet mich.
Ich danke dir für deine Gnade.
Johnson Gnanabaranam / Indien
Der Vorhof der Heiden - Der Zuschauer
Gottesdienst
Das letzte mal haben wir etwas den Weg zum Tempel betrachtet, die
gegenseitige Ermutigung und die Freude, die das Volk
Israel hatte, wenn es sich auf den Tempel zu bewegt hat. Und wir haben gesehen, daß auch wir uns gegenseitig zum Gottesdienst
ermutigen sollten, und daß wir uns auf den
Gottesdienst vorbereiten sollten, jeder persönlich für sich.
Doch jetzt wollen wir den Tempelbereich betreten. Das Tempelgebäude
war umgeben von verschiedenen Höfen. Doch da der
Altar und der Tempel noch einmal erhöht waren, und die Höfe offen, konnte man die Gottesdienste, die Opfer und alles, was vor sich
ging, verfolgen.
Der äußerste Hof war der Vorhof der Heiden. Es war ein Bereich zwar
auf dem Tempelberg, aber noch nicht innerhalb des
Tempels. In den Tempel durften nur Juden, also die, die zum Volk Gottes gehörten. Doch da das Volk Israel ein missionarisches
Volk war und es schon immer das Anliegen Gottes war,
sich den Menschen zu offenbaren, durfte jeder den Gottesdienst mitverfolgen und miterleben, auch wenn nicht jeder in den Tempel und an
dem Gottesdienst teilhaben durfte.
In sofern gab es schon in der Konstruktion des Tempels eine klare
Abgrenzung zwischen dem Volk Gottes und den Heiden,
obwohl es für die Heiden immer schon die Möglichkeit gab, sich zu Gott zu bekehren und so Teil des Volkes Gottes zu gehören. Doch nur das
Volk Gottes konnte wirklich Gottesdienste feiern,
nur das Volk Gottes war Teil des Gottesdienstes, alle anderen waren nur Zuschauer. Um wirklich am Gottesdienst Teil zu haben und in die
Gegenwart Gottes zu kommen, mußte man Teil des
Volkes Gottes sein, oder man blieb nur Zuschauer.
Doch war man Teil des Volkes Israel, war man auch Teil des
Gottesdienstes und konnte nicht mehr nur Zuschauer
sein. Man konnte nicht als Jude im Vorhof der Heiden bleiben, es gab kein Niemandsland zwischen dem Tempel und dem Vorhof der
Heiden, es war "rein oder raus", "entweder -
oder", keine Grauzone.
Auch heute ist das noch so. Nur wenn wir Teil des Volkes Gottes sind,
wenn wir zu Gott gehören, können wir wirklich
Gottesdienst feiern. Das Volk Gottes wird im Neuen Testament nur neu definiert. Denn im AT waren es die Nachkommen Abrahams, doch jetzt sind
es die, die durch Jesus Christus und das, was er
für uns am Kreuz getan hat, gerettet sind. 1. Petrus 2, 9-10 beschreibt die Gemeinde Jesu Christi als das auserwählte Geschlecht, das
heilige Priestertum, die wir einst kein Volk waren,
jetzt aber Gottes Volk sind.
Doch auch hier gibt es keine Grauzone. Entweder wir sind wiedergeboren,
aus Wasser und aus Geist, wie es in Joh. 3,5 steht,
oder wir befinden uns immer noch im Vorhof der Heiden und sind nur Zuschauer, die noch nicht in den Tempel eingekehrt sind. Wenn wir
nicht dieses Zeugnis des Heiligen Geistes in unserem
Geist tragen, daß wir Gottes Kinder sind (Römer 8,14-17), dann befinden wir uns als Zuschauer im Vorhof der Heiden und haben noch keinen
Teil am eigentlichen Gottesdienst und an der
Gemeinschaft mit Gott.
Doch auf der anderen Seite gibt entweder Zuschauer oder Beteiligte. Und
sind wir durch Jesus Christus adoptiert in das Volk
Gottes, so können wir, wenn wir in den Gottesdienst gehen und die Gegenwart Gottes erfahren möchten, nie wieder unbeteiligte Zuschauer
sein. Wenn wir als Volk Gottes in den Tempel gehen,
dann sind wir Teil des Gottesdienstes, ob aktiver oder passiver Teil, aber wir sind immer Teil des Gottesdienstes und nie Zuschauer. Denn mit
einer Zuschauermentalität gehen wir zurück in den
Vorhof der Heiden. Und wie oft gehen wir in den Gottesdienst
ohne Erwartung, ohne die Bereitschaft zu haben, dabei zu sein und gegebenenfalls auch zu geben, nicht nur zu nehmen? Wie oft gehen wir zum
Gottesdienst mit dieser Zuschauer-Einstellung?
Wenn wir Gottes Gegenwart unter uns erleben wollen, dann dürfen wir
nicht im Vorhof der Heiden bleiben, wir können
keine Zuschauer sein. Laßt uns danach streben, das wir alle Teil des Gottesdienstes zu werden, damit wir als das auserwählte Volk Gottes in
den Tempel gehen, und dort unserem Himmlischen Vater
begegnen und ihm dienen, wie er es mag.
Erich Lotz junior
Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung
Auf der Mitarbeiterbesprechung am 11.05.1999, ausnahmsweise einem
Freitag, wurden folgende Themen besprochen:
Termine
Wir haben die Termine für Juni und Juli festgelegt.
Keine Gemeindefreizeit vom 25. bis zum 27.06.1999
Leider haben sich nicht genügend Teilnehmer angemeldet, so daß wir die Freizeit
verschieben. Da wir dieses Jahr keinen Termin mehr bekommen, wird sie Anfang nächsten
Jahres nachgeholt.
Homepage
Lutz gab einen kurzen Bericht über die Entwicklung unserer Homepage: inzwischen haben wir
über 2 Besucher pro Tag, mehr als doppelt so viel wie zu Anfang. Zur Erinnerung: Die
Adresse lautet
"http://home.t-online.de/home/Mennoniten-Branchweilerhof".
Appell für Frieden im Kosovo
Der Verband hat eine Briefvorlage für einen Friedensappell im Kosovo-Krieg gesandt, die
die Gemeinden z.B. an die Regierung senden können. Nach kontroverser Diskussion wurde
beschlossen, daß Erich Lotz senior die Vorlage ändern soll und der Brief dann abgesandt
wird. Dabei soll die Formulierung "fordern" durch "bitten" ersetzt
werden und ergänzt werden, daß uns bewußt ist, daß der serbische Präsident Milosevic
der eigentliche Kriegstreiber ist.
Gemeinderäume
Udo hat den Brief an den Oberbürgermeister fertiggestellt. Er wird jetzt von Heiner
Becker dem O.B. und von Axel Dalügge seinem Bekannten bei der Stadt übergeben. Parallel
fragt Ruth einen Architekten nach ungefähren Richtwerten für Baukosten von
Gemeinderäumen.
Overhead-Projektor
Es soll auf jeden Fall ein (tragbares) Gerät beschafft werden, für Kinderhauskreis,
Anbetungsteile im Gottesdienst etc. Titin fragt bei Büro Wacker nach, was ein Gerät
kostet, ca. 850 - 1.200,-
Vorstandswahl
Es wurde Kritik an der Vorstandswahl geäußert, die zu locker gehandhabt wurde. Bei der
nächsten Wahl sollen die Vorstände wieder einzeln und evtl. geheim gewählt werden.
Christel Lotz
Zum Geburtstag gratulieren
wir
Willi Walther 9. Juni
Phillip Dalügge 19. Juni
Wir wünschen Euch Gottes Segen für Euer neues Lebensjahr und alles
Gute zum Geburtstag mit dem Vers aus Psalm 121,1-2:
"Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat"

Gemeindefreizeit 1999 fällt aus - Grillfest am 27.6.1999
Die Gemeindefreizeit fällt in diesem Jahr aus, da sich zu wenig
Teilnehmer angekündigt hatten. Viele waren verhindert und konnten an dem geplanten Termin
nicht teilnehmen.
Statt dessen werden wir am Sonntag, den 27.06.1999 ein gemeinsames Grillen
im Hof veranstalten, zu dem alle herzlich eingeladen sind!
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