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GEMEINDEBRIEF
Juni 1999
Grußwort
Dieser Gemeindebrief liegt gerade rechtzeitig zum Gemeindefest aus. An
dieser Stelle grüßen wir deshalb insbesondere alle jene Leser, die den Gemeindebrief
sonst nicht regelmäßig lesen!
Gemeindeleben kann interessant und abwechslungsreich sein und eben aus
mehr bestehen als dem sonntäglichen Kirchgang. Dabei ist der Juli dieses Jahr der
"Urlaubsmonat" für unsere Gemeinde, viele unserer regelmäßigen Kreise treffen
sich erst im August oder sogar im September wieder. Aber die vielen
"Sommerpausen" auf der Terminseite zeigen anschaulich, was bei uns normalerweise
alles los ist. Der Gemeindebrief freilich erscheint auch im nächsten Monat normal und der
Hauskreis trifft sich ebenso weiter regelmäßig.
Allen, die in ihren wohlverdienten Urlaub fahren, wünschen wir gute
Erholung und Gottes Nähe auch fern von zu Hause und der Gemeinde.
Ein fröhliches Grillfest und einen schönen Juli wünscht Euch
Lutz Vogt

Resümee der Vorstandssitzung vom 19.05.1999
Wichtige Punkte:
1. Verteilen der Aufgaben im Vorstand:
- Heiner Becker:1. Vorsitzender
- Erich Lotz senior:2. Vorsitzender
- Harald Becker:Kassierer
- Christel Lotz:Schriftführung
- Maria Faust:Hausbesuche und Kontaktpflege
- Axel Dalügge und
Jürgen Schowalter:Verantwortlich für Gottesdienstleitung
2. Delegierte
- DMMK und Thomashofverein:Erich und Christel Lotz
- Verband:Axel Dalügge und
Jürgen Schowalter
- MHC:noch offen
(Mennonitisches Hilfswerk Christenpflicht)
- Jugendwerke:Titin Dalügge und
Jürgen Schowalter
- Allianz:noch offen
3. Es wurde beschlossen, einen Overhead Projektor anzuschaffen
4. Die Gemeindefreizeit im Juni wird abgesagt wegen Mangel an Beteiligung. Neuer Termin
ist der 24. bis zum 26. März 2000
Christel Lotz
Der Vorhof der Israeliten - Dabei sein ist
alles
Das letzte Mal haben wir uns mit dem Vorhof der Heiden
beschäftigt, der noch nicht zum eigentlichen Tempelbereich gezählt hat, und damit, daß
man entweder zum Volk Gottes gehört oder nicht.
Nun wollen wie aber etwas weiter gehen und den Tempel und damit den
Gottesdienst betreten. Wie schon das letzte Mal erwähnt wurde, war der eigentliche
Tempelbereich den Israeliten vorbehalten, dem Volk Gottes. Doch auch da gab es dann
Unterschiede.
Als erstes betrat man den Hof der Frauen, dann den der Männer, beide
waren noch außerhalb des eigentlichen Tempelgebäudes. Auch in diesen beiden Höfen hat
man, wie im Vorhof der Heiden, den Gottesdienst, die Opfer und all das verfolgen können,
auch wenn noch einiger Abstand dazu war.
Der große Unterschied zum Vorhof der Heiden bestand darin, daß man
dazu gehörte, ansonsten tat man noch nicht viel. Alle Dienste wurden von den Priestern
verrichtet. Die Priester waren die, die dem Volk dienten und die Opfer verrichteten. Die
Israeliten brachten die Opfertiere, doch die Priester verrichteten dann den Dienst.
Insofern waren die Israeliten auch ein Stück weit, wie die Heiden, passive Teilnehmer am
Gottesdienst. Sie brachten zwar die Opfertiere mit, ließen sich aber dann bedienen. So
waren sie zwar nun Teil des Gottesdienstes, nicht mehr nur reine Zuschauer, aber ein
passiver Teil, und als passiver Teil des Gottesdienstes blieb ihnen der wahre Tempel
vorenthalten. Die Israeliten hielten sich zwar im direkten Tempelbereich auf, gingen aber
nicht selbst in den Tempel und betraten nicht den Ort, an dem Gott wohnt.
Auch in unseren Gottesdienst sieht es oft so aus. Wenn wir durch die
Wiedergeburt in das Volk Gottes aufgenommen worden sind, dann fangen wir wirklich an,
Gottesdienste zu feiern und Gott anzubeten. Jesus sagt in Johannes 4,24, daß Gott Geist
ist, und wer ihn anbetet, der muß IHN im Geist und in der Wahrheit anbeten. Durch die
Wiedergeburt unseres Geistes treten wir also in die Anbetung ein und betreten somit den
Tempel. Wo wir vorher nur Zuschauer im Gottesdienst waren, werden wir nun zum Teil des
Gottesdienstes, wenn auch meist erst zum passiven Teil.
Doch damit haben wir noch nicht die Fülle der Gegenwart Gottes in
unserem Leben erfahren, wir haben das Tempelgebäude noch nicht betreten. Auch in unseren
mennonitischen Gemeinden finden wir viele wiedergeborene Christen, die sich in den
Vorhöfen der Israeliten aufhalten. Sie kommen zum Gottesdienst, bringen ihre Opfer mit,
lassen sich aber dann nur dienen und treten nicht selbst in den Dienst ein. Sie bleiben
passiv im Gottesdienst und werden nach ihrer Wiedergeburt nicht zu den königlichen
Priestern, von denen Petrus im ersten Petrusbrief 2 schreibt.
Da sein ist nicht alles, wenn es um den Gottesdienst geht: Dabei sein
ist alles. In 1. Kor. 14, 26 fordert Paulus die Gemeinde auf, daß jeder etwas dabei hat,
wenn er / sie zum Gottesdienst kommt, damit der Leib dadurch erbaut wird. Nicht jeder wird
predigen, nicht jede die Gottesdienstleitung übernehmen, nicht jeder kann das Singen
anleiten oder vorn stehen, um zu dienen, darum geht es auch nicht. Es geht um die
Herzenseinstellung, mit der man in den Gottesdienst geht. Gehe ich, um Gott und meinen
Nächsten zu dienen oder um mir dienen zu lassen? Und wer von uns geht nicht zumindest ab
und zu in den Gottesdienst mit der Einstellung: "Was habe ich davon?" Diese
Einstellung ist zwar nicht falsch, aber doch unvollständig, denn die Frage sollte immer
sein: "Was kann ich nehmen und was kann ich geben?"
Ein konkreter Anfang, den wir machen können, um tiefer in die Anbetung
einzusteigen und uns mehr auf den Tempel und sein Zentrum zu bewegen, ist für diejenigen
zu beten, die die Dienste im Gottesdienst wie Predigt oder Leitung übernehmen, denn damit
sind wir mit dem Dienst verbunden und wir bewegen uns aus den Vorhöfen hinaus mehr zum
Tempel hin.
Erich Lotz junior
Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung
Auf der Mitarbeiterbesprechung am 08.06.1999, wurden folgende Themen besprochen:
1. Festlegung der Termine für Juli und August
- Im Juli keine Bibel- und Frauenstunde
- Im Juli und August kein Kinderhauskreis
- Im Juli keine Mitarbeiterbesprechung
- am 5. Sonntag im August kein Gottesdienst
2. Zur Information
Es gibt einen neuen Richtsatz, der jährlich pro Gemeindeglied an den Verband zu
entrichten ist: 118,- DM.
Frage an die Anwesenden: ob jedes Gemeindeglied wenigstens diesen Beitrag an die Gemeinde
entrichtet?
3. Gemeindefest am 27.06.1999 im Hof
- Axel wird bei Doris und Trudel nachfragen, ob sie uns wieder ihren wunderbaren Hof zur
Verfügung stellen.
- Der Hauskreis übernimmt die Organisation für diesen Tag
- Wir rechnen mit etwa 70 Personen !
Christel Lotz

Die Kirche ist
so glaubensfroh,
so jung,
so aktiv,
so überzeugend,
so modern,
so geschwisterlich,
so liebevoll
wie Du.
gefunden im Internet von
Lutz Vogt
Zum Geburtstag gratulieren
wir
Evelyn Weyrich 5. Juli
Annette Zängerle 7. Juli
Helga Dalügge 11. Juli
Udo Adams 21. Juli
Titin Dalügge 22. Juli
Wir wünschen Euch Gottes Segen für Euer neues Lebensjahr und alles
Gute zum Geburtstag mit dem Vers aus 2. Thessalonicher 2,16-17:
"Unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater,
der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat
und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen
und stärke euch in allem guten Werk und Wort"
Johannistag
Am 24. Juni war Johannistag. Er steht unter dem Wort,
das Johannes der Täufer über Christus gesagt hat: "Er muß wachsen, ich aber muß
abnehmen" (Joh. 3,30). Man sagt in den schon wieder kürzer werdenden Tagen, es gehe
auf Weihnachten zu. Das muß keine wehmütige Feststellung sein, sondern kann genau dem
Wort entsprechen: Er muß wachsen, ich aber muß geringer werden. Nach dem, was der
Täufer sagt, ist es etwas Freudiges, daß Christus wächst, wir aber abnehmen. Ja, es
geht Weihnachten entgegen! Ich erinnere mich daran, daß ich diesen Spruch der Erwachsenen
als Kind durchaus mit einem Gefühl großer Vorfreude hörte. So meint es das Wort des
Johannes
Auch unser ganzes Leben steht unter diesem Bogen: Wir wachsen und
erreichen einen Höhepunkt. Und schon stoßen wir an unsere Grenzen, und schnell lassen
die Kräfte nach. Auch das muß so sein. Was der Täufer von Jesus sagt, verknüpft diesen
Weg mit Jesus und wird so zu Segenswort über unseren Tag und unserem Leben.
gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz
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